Vorsitzender der Liberalen, die kreisweit rund 400 Mitglieder zählen, bleibt Mathias Richter. Er wurde mit 94 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt. Zu seinen Stellvertretern zählt weiterhin Dr. Christian Leson aus Oer-Erkenschwick. Neu im Amt als stellvertretende Vorsitzende sind Mirjam Forszpaniak aus Herten, André Buttler aus Marl sowie Dr. Ariane Schmidt aus Haltern am See. Neuer Schriftführer ist Andreas Finke aus Dorsten und die Geschäfte als Schatzmeister führt ab sofort Arne Mathias aus Recklinghausen.

„Ich möchte nochmals zwei Jahre für das Comeback der Liberalen arbeiten und meinen Beitrag dazu leisten, dass die Stimme der Freiheit und Leistungsbereitschaft nicht dauerhaft verstummt“, so Richter, der schon in den nächsten Wochen im Kreis Recklinghausen die Weichen für die NRW-Landtagswahl im April 2027 stellen will. Hierzu sollen noch vor der Sommerpause die Kandidatinnen und Kandidaten in den Landtagswahlkreisen des Kreises Recklinghausen nominiert werden.
„Ich sehe unsere Aufgabe darin, extreme politische Kräfte zu verhindern und in der demokratischen Mitte mit Mut und Reformwillen für zukunftsfähige Lösungen zu kämpfen. Es braucht die FDP, damit die Perspektive des einzelnen Menschen in unserer Demokratie und damit Meinungsfreiheit und Marktwirtschaft auf Dauer eine Chance in unserer Gesellschaft haben.“
In der Kreispolitik sprechen sich die Liberalen für eine Stärkung der Kommunalfinanzen aus, was angesichts einer Neuverschuldung der 10 Städte im Kreis Recklinghausen in Höhe von 250 Mio. Euro allein im Jahr 2025 dringend geboten sei: „Wir brauchen eine Altschuldenregelung sowie eine neue Verteilung der Finanzierungslasten zwischen Bund, Ländern und Kommunen“, so Richter, der die lustlose Untätigkeit der heimischen Kandidaten und Mandatsträger von SPD, CDU und Grünen nach deren vollmundigen Wahlversprechen vor der Kommunal- und Bundestagswahl kritisierte: „Außer nette Empfänge und gegenseitige Antrittsbesuche in den neuen Amtstuben und Abgeordnetenbüros haben die heimischen Wahlsieger von CDU und SPD noch nichts zustande gebracht. Die verprassen gerade das Sondervermögen in Höhe von 500 Mrd. Euro und leiden beim Thema Kommunalfinanzen und Altschuldenregelung an übergroßen Gedächtnislücken“, so der FDP-Kreisvorsitzende.
Kreispolitisch werden sich die Liberalen in den kommenden Wochen für eine Digitalisierungsoffensive in der Kreisverwaltung stark machen und einen beschleunigten Neubau des Straßenverkehrsamtes fordern. Zudem soll die Übernahme aller Förderschulen in den Städten des Kreises Recklinghausen in eine neue Trägerschaft des Kreises diskutiert und geprüft werden.